Wie entsteht eine chronische Cystitis?
Wunderwerk Blase: Eine feine Schleimschicht, die von innen die Harnblase auskleidet, verhindert normalerweise, dass reizende Substanzen aus dem Harn bis in die Blaseninnenwand vordringen können. Bei chronischen Cystitiden ist diese Schutzschicht, die so genannte Glykosaminoglykan-Schicht (kurz GAG-Schicht), häufig geschädigt. Damit wird sie durchlässig für Reizstoffe aus dem Urin.
Quälende Symptome wie:
- Häufiges Wasserlassen
- Starker, teilweise schwer zu unterdrückender Harndrang
- Anhaltende Schmerzen im Beckenbereich
sind die Folge. Hierdurch können Betroffene in ihrer Lebensqualität massiv eingeschränkt sein. Denn ein einziger Gedanke beschäftigt sie rund um die Uhr: „Wo, um alles in der Welt, ist hier bloß die nächste Toilette?“ Alltagsaktivitäten und Freizeitbeschäftigungen wie ein entspannter Stadtbummel, ein Besuch bei Freunden, ein Ausflug ans Meer oder in die Berge werden so zu einem echten Problem.
Medizinisch werden folgende Krankheitsbilder bei chronischen Cystitiden unterschieden:
- Interstitielle Cystitis (IC)
- Überaktive Blase (Overactive Bladder Syndrom, OAB)
- Strahlencystitis (radiogene Cystitis)
- Chronisch-wiederkehrende (rezidivierende) Harnwegsinfekte

