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Ernährungsempfehlungen

Grundsätzlich empfehlen Ernährungswissenschaftler, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Sie sollten mehrere kleinere Mahlzeiten – statt einer Großen – am Tag zu sich nehmen. Dazu gehört:

  • Tägliche Aufnahme von Gemüse und Obst,
  • Weniger als 3-mal pro Woche Fleisch und wenn, dann möglichst helles Fleisch (z.B. Geflügel),
  • Mindestens 1-mal (besser 2-3-mal) pro Woche Seefisch,
  • Nur geringe Mengen gesättigter Fette,
  • Nehmen Sie täglich mind. 1,5 l Flüssigkeit zu sich, am Besten Mineralwasser ohne Kohlensäure. Für Sie scheint die tägliche Flüssigkeitsaufnahme in dieser Menge zunächst unzumutbar. Doch bitte denken Sie daran, Ihr Körper benötigt eine gewisse Flüssigkeitszufuhr und wer wenig trinkt hat einen konzentrierten Urin, der die Blase zusätzlich reizt.

Abb19Es gibt keine allgemeingültigen Richtlinien für die Ernährung bei chronischen Cystitiden. Jedoch können insbesondere bei Patienten mit einer interstitiellen Cystitis bestimmte Nahrungsmittel die Beschwerden negativ beeinflussen. Aber: Jeder Betroffene reagiert anders auf bestimmte Lebensmittel, daher können im Folgenden nur Empfehlungen gegeben werden, die Sie für sich austesten können.

Ernähren Sie sich möglichst basenreich und säurearm!
Säurearme Ernährung bedeutet, dass Sie möglichst wenig säureproduzierende Nahrungs- und Genussmittel zu sich nehmen sollen. Versuchen Sie Produkte mit weißem Zucker oder Aspartam-Süßstoff nur sehr eingeschränkt zu sich zu nehmen. Vorsicht geboten ist vor allem bei Alkohol (inbes. Wein), Kaffee, starkem Tee, kohlensäurehaltigen Getränken, (Schnitt-) Käse, Hefe, geräucherten oder gepökelten Produkten, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten (sowie anderen Früchten wie Ananas, Apfel, Aprikose, Erdebeeren, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Trauben), Fruchtsäften, Tomaten, Essig und starken Gewürzen.

Vielfach wird berichtet, dass Preiselbeersaft (300 ml täglich) die Häufigkeit einer wiederkehrenden Blasenentzündung reduzieren kann.